5 wichtige Tipps zum Verbessern des Google Rankings für Beginner

Keyword Recherche

Tipp 1: Wählen Sie die “richtigen” Keywords

Zu aller Erst müssen Sie wissen, unter welchen Suchbegriffen Sie überhaupt in den Suchmaschinen gefunden werden sollten. Nur weil Sie unter dem Begriff „Flachbildfernseher“ weit oben erscheinen, bringt das Ihrem Online-Shop für Anglerbedarf nicht viel.

Sie müssen herausfinden, welche Keywords für Sie wirklich wichtig sind und wie Sie bei diesen Keywords vor Ihre Konkurrenz in den Suchmaschinen gelangen.

Um die passenden Keywords für Ihren Online-Shop zu finden hier die wichtigsten Tipps.

a. Lernen Sie von Wettbewerbern

Schauen Sie sich die Websites Ihrer direkten Konkurrenz an: Welche Produkt-Kategorien besitzt Ihre Konkurrenz? Welche Wörter werden häufig in den Titeln sowie im Content der Seite verwendet?

Kontrollieren Sie anschließend, welches Suchvolumen die gefundenen Keywords besitzen und wie groß die Konkurrenz ist. Wenn das Suchvolumen groß genug ist und Sie sich nicht gegen eine übermäßig große und starke Konkurrenz beweisen müssten, kann das ein Keyword sein, auf das Sie optimieren sollten.

b. Optimieren Sie auf Longtail Keywords

Suchanfrage bei Google: Schuhe kaufen

Beispiel: Shorttail Keyword

vs.

Google Suchanfrage: Nike Air Max Damen Größe

Beispiel: Longtail Keywords

Es gibt zwei verschiedene Arten von Keywords: Shorttail und Longtail Keywords. Shorttail Keywords bestehen aus nur einem oder wenigen Worten. Bei einem Online-Shop für Computer wären dies zum Beispiel „Netzteil“, „Monitor“, „Maus“, „Tastatur“ und so weiter.

Es wäre natürlich genial, wenn Sie zu einem dieser sehr allgemeinen Begriffen auf den vordersten Positionen stehen, aber das gleiche denkt auch Ihre Konkurrenz. Sie brauchen also Kapital, um Ihre Konkurrenz zu überholen und noch mehr Kapital, um sich vor Ihren Wettbewerbern zu behaupten.

Mehr Chancen dagegen haben Sie bei den Longtail Keywords, die eine Aneinanderreihung von Wörtern sind, zum Beispiel „Computer Monitor 17 Zoll“ oder „die beste Computer Maus für unter 50€“. Jeder Mensch sucht anders und gibt dabei eine andere Zusammensetzung von Wörtern in die Suchmaschine ein.

Und das beste daran ist: Umso länger die Suchanfrage, desto höher die Conversions 😉

Schauen sich daher auch die wichtigsten Zusammensetzungen von Keywords an. Berücksichtigen Sie diese bei der Planung der Texte für Ihre Website.

c. Unterscheiden Sie zwischen Info- und Kaufkeywords

Viele Besucher sind super. Noch viel wichtiger ist, dass die Besucher bei Ihnen auch fündig werden.

Unterscheiden Sie zwischen Info- und Kaufkeywords. Wer “Schuhe kaufen” eingibt, möchte Schuhe kaufen.

Kaufkeyword

Wer “internationale Schuhgrößen” eingibt, sucht Informationen.

Info_Keyword

Info-Keywords sind deshalb nicht schlecht. Sie sind meist einfacher zu optimieren und bringen – wenn richtig gemacht – langfristig Erfolg.
Businessman, graduation, A+, education, promotion

Tipp 2: Optimieren Sie für Suchmaschinen UND Besucher

Suchmaschinen lieben Text. Je mehr (einzigartigen) Text Sie auf Ihrer Webseite haben, desto besser können Suchmaschinen erkennen, worum es auf Ihrer Seite geht.

Gehen Sie bei der Onpage Optimierung noch einen Schritt weiter: Denken Sie an Ihre Kunden. Und vor allem denken Sie an Kunden, die auf der Suche nach Informationen sind.

a. Schreiben Sie längere Texte als die Wettbewerber

Zalando macht es vor: Jede wichtige Seite hat zwischen 1.500 und 2.500 Wörter Text. Und die Seite steht sehr gut da.

Sie wollen für Ihre sämtlichen Keywords besser ranken? Dann füttern Sie die Suchmaschinen auf Start-, Kategorie- und Produktseiten mit den nötigen Inhalten.

Verlinken Sie darüber hinaus aus den Unterseiten immer wieder auf andere Unterseiten. Suchmaschinen können so Ihre Webseite besser auslesen. Zudem erhöht es die Usability für Ihre Benutzer.

b. Bauen Sie Unterseiten für Größen, Städte, Farben, etc

Bei vielen Produkten gibt es massig verschiedene Variationen: zum Beispiel „Lederschuhe Größe 40“ und „Lederschuhe Größe 52“.

Für beide Größen möchten Sie natürlich gefunden werden – daher müssen diese Wörter auch in Ihren Texten vorkommen. Gleiches gilt für:

  • Städte,
  • Marken,
  • Farben,
  • Materialien,
  • etc.

Viele Shop-Betreiber denken, dass es aufwendig ist für diese sämtlichen Keywords einzigartige Texte zu schreiben. Diese kennen die Magie des sogenannten Text Spinning jedoch noch nicht.

c. Schreiben Sie eigene Produktbeschreibungen

Das wichtigste bei der Optimierung der Texte für Suchmaschinen ist, dass die Texte einzigartig sind. Google bestraft Websites sehr hart, wenn es bemerkt, dass der Inhalt geklaut ist. Sie kommen nicht drum herum, die Produktbeschreibungen selbst zu verfassen, um sich von anderen Webshops abzusetzen.

Geben Sie sich bei der Gestaltung der Texte Mühe:

  1. Sie müssen einerseits den Besucher davon überzeugen, das Produkt zu kaufen.
  2. Andererseits muss er für die Suchmaschinen optimal aufbereitet sein.

d. Helfen Sie Ihren Kunden und gleichzeitig allen anderen

Ihre Kunden haben Fragen. Potenzielle Kunden haben die gleichen Fragen.

Beantworten Sie diese Fragen: in Ihrem Firmen-Blog, in Ihrem eigenen Forum oder auf Videoplattformen.

Ihren Kunden bieten Sie so einen Mehrwert. Über Suchmaschinen und andere Webseiten finden immer mehr Leute Ihre Inhalte.

Hinweis: Setzen Sie vor allem auf Qualität. Schreiben Sie lieber einen hervorragenden Artikel pro Monat als jede Woche einen halbherzigen Arikel.
Mann mit Megaphone

Tipp 3: Offpage Optimierung

Ohne Offpage Optimierung bringt Ihnen die beste Onpage Optimierung meist leider sehr wenig. Es ist ein Zusammenspiel aus Onpage und Offpage Optimierung, die Ihre Website wirklich in die Top-Positionen im Google-Ranking verfrachtet.

Die Offpage Optimierung bedeutet, dass Sie von möglichst vielen relevanten Websites verlinkt werden, denn Google & Co sehen dies als „Empfehlung“ Ihrer Website und lässt Sie daher in Ihrem Ranking steigen.

a. Links der Konkurrenz kopieren

Analysieren Sie Ihre direkte Konkurrenz: Von welchen Websites wird Ihre Konkurrenz verlinkt? Sind es viele Links in Foren oder in Blogs? Oder sind es mehr Presseportale oder Online-Magazine?

Schauen Sie sich die Verteilung der Links an: Aus welchen „Kategorien“ erhält Ihre Konkurrenz besonders viele Links? Aus welcher weniger? Bauen Sie die Verlinkung Ihres Online-Shops mit einer ähnlichen Verteilung an Links aus den verschiedenen Link-Kategorien auf.

Wenn es besonders viele Online-Magazine sind, sollten Sie sich auf Ihre Pressearbeit konzentrieren und in den Pressemitteilungen entsprechende Links einbauen. Wenn es vermehrt Blogs sind, setzen Sie Links in Blogbeiträgen – und so weiter.

b. Starke (Content-)Links für wichtigste Seiten

Ermitteln Sie, welche Unterseiten für Sie besonders wichtig sind – bei welchen Produkten oder Produktkategorien Sie unbedingt ein gutes Ranking benötigen – und versehen Sie diese Seiten gezielt mit starken Links. Starke Links sind Verlinkungen von Seiten die selbst besonders oft verlinkt wurden und dementsprechend ihre Vertrauenswürdigkeit den Suchmaschinen erwiesen haben.

Die Links sollten dabei möglichst nicht nur auf einer Partnerseite oder in der Blogroll erscheinen, sondern bestenfalls direkt im Content. So erhält Ihre Unterseite ein besseres Ranking für die Keywords, die im Content der verlinkenden Seite eingebaut sind.

ACHTUNG: Achten Sie darauf woher Sie diese Links beziehen. Die verwendeten Netzwerke sollten sicher sein. Sofern Sie Forenkommentare hierzu einsetzen, müssen Sie sich zunächst eine Reputation in dem Forum aufbauen.

c. viele kleine Links für Ihre gespinnten Unterseiten

Für die Unterseiten, die mit gespinnten Texte gefüllt wurden, sollten Sie dagegen viele kleine Links setzen.

Setzen Sie Links in den Kommentaren auf

  • Blogs
  • Foren
  • Communities
  • Frage & Antwort-Seiten
  • etc.

um möglichst viele natürlich wirkende, kleine Links für Ihre Seite aufzubauen.

So wirkt das Wachstum der Links Ihrer Seite organischer – denn Google beobachtet genau, wie viele Links in welchem Zeitraum für eine Seite generiert werden und bestraft die Websites, die ein ungewöhnlich schnelles Wachstum haben. Mischen Sie daher starke Links mit den vielen kleinen Links und bauen Sie so langsam und natürlich wirkend Links zu Ihrer Website auf.

d. Traffic bringende Links

Neben dem Effekt, dass Sie mit der Offpage Optimierung im Ranking der Suchmaschinen steigen, können Sie mit Links in Foren, Blogs und Frage-Antwort-Seiten wertvolle Besucher für Ihren Online-Shop gewinnen. Wenn Sie Fragen zu den Produkten in Ihrem Shop auf einer Frage–und-Antwort-Seite beantworten, können Sie auf Ihren Shop verlinken und so potentielle Kaufinteressenten zu Ihrem Online-Shop locken.

Warten Sie nicht, bis die Kunden Sie finden: Gehen Sie auf die Kunden zu – dort wo Sie sich aufhalten wie in Blogs, Communities und auch in sozialen Netzwerken.
Mann mit Tablet

Tipp 4: Usability Optimierung

Usability Optimierung kann Ihrem Online-Shop bis zu 50% mehr Umsatz bringen. Dell hat es vorgemacht und konnte so den Umsatz von 1 Mio. US-Dollar auf 34 Mio. US-Dollar in zwei Jahren vervielfachen. Sie sollten sich also unbedingt mit der Usability Optimierung befassen!

Die Usability Optimierung hilft einerseits Ihren Besuchern, sich einfach in Ihrem Shop zurecht zu finden und damit die Abbruchrate zu verringern – andererseits hilft die Usability Optimierung auch bei der Optimierung für Suchmaschinen, so dass Sie auch ein besseres Ranking für die wichtigen Keywords erhalten.

a. Meta Tags optimieren

Optimieren Sie die Meta-Tags Ihres Online-Shops. Nicht nur, dass Sie dadurch generell ihr Ranking verbessern können, sondern Sie können dadurch auch die Click-Through-Rate verbessern und so mehr Kunden in Ihren Shop bekommen. Formulieren Sie daher eindeutige Seitentitel und Beschreibungen, die dem Suchenden Aufschluss über den zu erwartenden Inhalt Ihrer Seite zu geben.

Dazu sollten Sie auch die Keywords, auf die Sie die Unterseite optimiert haben unbedingt mit den Meta Tags im Zusammenhang stehen. So entsteht ein durchgehender Prozess, wodurch die Klickraten Ihrer Google Suchergebnisse steigen.

b. Ladezeiten optimieren

Besonders in den heutigen Zeiten, wo immer mehr Menschen auch Mobil auf Ihren Shop zugreifen möchten, ist es sehr wichtig, die Ladezeiten Ihrer Website zu optimieren, denn die Internetverbindung unterwegs per Smartphone oder auch in ländlicheren Gebieten ist weiterhin sehr langsam.

Wenn Ihr Shop also zu lange lädt verlieren Sie potentielle Kunden, daher sollten Sie so kurze Ladezeiten wie möglich aufweisen, in dem Sie auf folgendes achten:

  • Verwenden Sie möglichst wenig Bilder
  • Verwenden Sie eine möglichst geringe Auflösung der Bilder
  • Häufig verwendete Bilder zusammenfassen in sogenannten Sprites
  • Verzichten Sie auf aufwendige Effekte wie Flash und animierte Bilder

c. Navigationsstruktur optimieren

Damit sich Ihre Besucher überall in Ihrem Shop zurechtfinden, sollten Sie die Navigationsstruktur Ihrer Seite genau planen. Auch hierbei sollten Sie sich bei Ihrer Konkurrenz umsehen und das Internet nicht neu erfinden – denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hat die Benutzung von Online-Shops bereits erlernt.

Versuchen Sie also nicht durch ein ausgefallenes Layout die Kunden zu überzeugen, sondern achten Sie darauf, dass die wichtigsten Elemente deutlich erkennbar auf den Seiten angezeigt werden:

  • Heben Sie die Links zu anderen Unterseiten hervor, zum Beispiel durch eine Unterstreichung
  • Verwenden Sie eine Hauptnavigation, die auf jeder Seite gut sichtbar im oberen Bereich angezeigt wird
  • Die Startseite sollte von jeder Seite aus erreichbar sein
  • Verwenden Sie eine Breadcrumb-Navigation, damit speziell Besucher aus Google & Co. wissen, wo Sie sich derzeit befinden
  • Achten Sie auf eine klare Struktur der Seite und vermeiden Sie optisches Chaos

d. Lassen Sie Ihre Seiten testen

Kennen Sie den Spruch “Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht”? Dieser Spruch trifft auch bei der Gestaltung eines Online-Shops zu: Sie werden betriebsblind. Zudem gehören Sie nicht zwangsläufig zu der Zielgruppe, die Sie mit Ihrem Online-Shop ansprechen möchten.

Lassen Sie daher Ihren Online-Shop von verschiedenen Menschen Ihrer Zielgruppe(n) testen. Beobachten Sie diese dabei und lassen Sie die Tester offen aussprechen, wo Fragen aufkommen oder Sie den Kaufprozess abbrechen würden. Mit nur fünf Testpersonen können Sie bereits fast 90% der Usability-Fehler entdecken und beseitigen.
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