In diesem Hangout erfährst du, wie wichtig Linkbuilding noch ist und wie du es in deinem Unternehmen richtig einsetzen solltest.

Über diese Themen sprechen wir:

  • Funktioniert Linkaufbau 2017 noch?
  • Welche Links sind gut? Welche schlecht?
  • Links kaufen?
  • Welche Quellen am besten nutzen?
  • Unterschied Linkkauf vs. Linkaufbau
  • uvm

Es diskutieren:

  • Stefanie Huber – Verfügt als unsere Expertin für Linkaufbau über langjährige Erfahrung im Bereich Linkbuilding. Sie ist ua. für interne als auch externe Links unserer Kunden verantwortlich.
  • Hendrik Henze – Hat die HEWO Internetmarketing vor 6 Jahren gegründet, begeistert sich seit seiner Schulzeit für Websites & SEO .

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Einführung: Was ist Linkaufbau/Linkbuilding?

Wofür brauche ich Links?

Links, oder genauer gesagt: Hyperlinks, sind ein Kernbestandteil des World Wide Web. Sie ermöglichen die Vernetzung von Webseiten, so dass der Nutzer mit einem Mausklick von einer Seite zur nächsten springen kann. Das heißt konkret:

Links bringen Traffic: Links sorgen dafür, dass die Nutzer einer Website auf andere, dort verlinkte Websites aufmerksam werden und diese besuchen.

Links beeinflussen das Ranking: Google & Co. werten Links als Empfehlung bzw. als Signal dafür, dass die verlinkte Seite wertvolle Informationen enthält. Daher wirkt sich die Verlinkung einer Seite auf deren Ranking in den SERP aus – längst nicht mehr so stark wie früher (vor 2010), aber Links sind immer noch ein relevanter Faktor.

Was sind externe bzw. interne Links?

Interne Links vernetzen verschiedene Seiten einer Website – also bspw. deine Startseite mit einer Unterseite, auf der sich dein Team vorstellt. Sie sind – parallel zum Menü – ein wichtiges Element zur Schaffung einer ausgewogenen Seitenstruktur (=gute Verteilung des Linkjuice) – achte also darauf, nicht einige Seite übermäßig zu verlinken und andere zu vernachlässigen.

Externe Links vernetzen verschiedene Websites miteinander – bspw. wenn die Website eines Branchenverzeichnisses einen Verweis auf Ihre Website enthält oder Ihre Website einen Verweis auf die Homepage des Branchenverbands, dem Sie angehören.

Was sind Backlinks?

Backlinks sind externe Links, die auf deine Website verweisen – entweder auf deiner Startseite oder auf einzelne Unterseiten. Die Gesamtheit aller Backlinks wird als Backlink-Profil oder einfach als Linkprofil bezeichnet.

Wie findet man heraus, welche Backlinks die eigene Website hat?

Einen ersten Überblick bieten die Google Webmaster Tools -> Search Traffic -> Links to Your Site. Hier sind jedoch nicht alle Backlinks erfasst. Eine vollständige Liste lässt sich über verschiedene Tools, ermitteln:

  • den Backlink-Checker von ahrefs

Organisches Linkbuilding – Linkaufbau nach Google Penguin

Was ist ein Linkprofil und was hat das mit “natürlichem Linkaufbau” zutun?

Das Linkprofil beschreibt die Gesamtheit aller Backlinks.

Maßnahmen zur Erweiterung bzw. Optimierung des Linkprofils bezeichnet man mit dem Begriff Linkbuilding bzw. Linkaufbau. Im Prinzip geht es also darum, andere Webmaster davon zu überzeugen, eine Verlinkung auf deine Website zu setzen bzw. – in Foren, Blogkommentaren o.ä. – dir zu erlauben, diese selbst zu setzen.

Ziel ist ein möglichst “natürliches” Backlink-Profil, das Inhalten und Autorität Ihrer Seite entspricht. Die “Natürlichkeit” bezieht sich auf:

  • die verlinkenden Websites
  • die Verlinkungstexte (wechselnde Verlinkungstexte mit relevanten Keywords wirken natürlicher als die stete Verlinkung mit Ihrem Brandname)
  • dofollow/nofollow-Links.

Wie viele Links braucht meine Website?

Ein absolutes Minimum oder Optimum für die Anzahl der Backlinks gibt es nicht und auch die Anzahl der Links ist nicht der wichtigste Faktor. Spätestens seit dem Google Penguin-Update gilt: Qualität vor Quantität!

Natürlich sind 10 wirklich gute Backlinks besser fürs Ranking als 5 wirklich gute Backlinks – aber 5 wirklich gute Links können deutlich wertvoller sein als 20 mittelmäßige und selbst 20 mittelmäßige Backlinks sind definitiv besser als 500 gekaufte Links von Linkfarmen oder Spam-Seiten.

Das heißt im Umkehrschluss: Linkbuilding ist mittlerweile richtig Arbeit und erfordert eine gute Dosis Kreativität!

Verlinkungen finden: Wer sollte auf meine Webseite verlinken?

Natürliche Verlinkungen zeichnen sich durch thematische Nähe und thematische Bedeutung aus. Gute Linkgeber sind also

  • Websites, die entweder direkt mit Ihrem Unternehmen zu tun haben (Geschäftspartner, Zulieferer, Händler, Kunden…) oder
  • Websites, die sich mit Ihren Themen, Produkten oder Dienstleistungen beschäftigen (Branchenverbände, Branchenevents, Forschungsinstitute, Zeitschriften, relevante Blogs…).

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der sog. ‘Linkjuice’: Websites, die selbst guten Content, viele gute Backlinks und hohe Besucherzahlen haben, sind besonders attraktive Linkgeber, da sie viel ‘Linkjuice’ weitergeben – d.h. der Link einer starken Seite zählt auch stärker! Auch hier sollte jedoch eine thematische Nähe gegeben sein – andernfalls droht eine manuelle Überprüfung und ggf. Abstrafung durch Google wegen starker, aber ‘unpassender’ Links.

Thematische Nähe ist auch aus Nutzersicht wichtig, denn im besten Fall sprechen derart platzierte Links interessierte Nutzer an, leiten diese auf Ihre Website und sorgen so für wachsende Besucherzahlen:

  • Wer sich beim Händler über ein bestimmtes Produkt informiert, folgt oft der Verlinkung zu weiteren Details auf Ihrer Website.
  • Wer in der Fachpresse von der innovativen Neuentwicklung Ihrer Firma liest, sucht auf Ihrer Website nach weiteren Informationen.

Hochwertige Backlinks, d.h. themenrelevante Links von hochwertigen, besucherstarken Websites, werden von Google als positives Signal gewertet und heben Ihren PageRank (also quasi die “Bedeutung”, die Google Ihrer Website zuschreibt). Dieser ist zwar nicht mehr öffentlich einsehbar, spielt vermutlich aber weiterhin eine Rolle im Ranking.

Der PageRank wird entweder auf die gesamte Website (Domain Rating) oder auf einzelne Webseiten (URL Rating) bezogen.

Wo kann man selbst Links platzieren?

Erste Anlaufstelle beim Linkbuilding sind häufig Websites, auf denen man selbst Links platzieren kann:

  • Webkataloge (mehr dazu hier),
  • Foren,
  • Blogs bzw. Blogkommentare.

Auch hier geht jedoch Qualität vor Quantität – und gerade hochwertige Foren und Blogs wehren sich mittlerweile vehement gegen die Nutzung als ‘Linkfarm’.

Wie schnell darf oder soll Linkaufbau gehen?

Auch hier gilt der Anspruch “Natürlichkeit”: Natürliches Linkwachstum verläuft unregelmäßig und in Abhängigkeit vom Upload neuer Seiten oder Inhalte, von aktuellen Nachrichten, saisonalen Trends etc. Bei erfolgreichem viralen Content kann die Zahl der Backlinks innerhalb von Stunden und Tagen auf ein Vielfaches anwachsen.

Wichtig: Natürlichkeit beinhaltet auch gelegentliche Linkverluste – wenn bspw. ein früherer Linkgeber einen Text mitsamt der Verlinkung löscht, seine Link-Liste ausdünnt oder ganz offline geht.

Was sagen die Google Richtlinien zum Linkaufbau?

Mit der Berücksichtigung von Linkprofilen bei der Errechnung des PageRanks hat Google seine Position als unangefochtene Nummer 1 der Suchmaschinen begründet.

Seitdem ist das Unternehmen bemüht, durch die stete Weiterentwicklung seiner Algorithmen gegen Manipulationen vorzugehen. Hand in Hand damit geht die Aufstellung von Richtlinien zum Thema Linkbuilding. Verboten sind insbesondere:

  • Kauf & Verkauf von Links
  • großangelegter Linktausch (eine natürliche gegenseitige Verlinkung bspw. unter Geschäftspartnern dagegen ist erlaubt)
  • großangelegtes Artikelmarketing & übermäßige Verlinkung in Pressemitteilungen
  • automatisierte Linkerstellung durch Dienstprogramme
  • Links aus Widgets, Fußzeilen, Signatur in Forenbeiträgen und Blogkommentaren

Alle Details hierzu findest du in Googles Qualitätsrichtlinien.

Was hat es mit Do-Follow / No-Follow Links auf sich?

Bei einem No-Follow-Link wird der Link im HTML-Code mit dem nofollow-Attribut versehen, das Google signalisiert, diesen Link nicht in die Berechnung des PageRanks mit einzubeziehen. Damit wird der Link also faktisch “entwertet”.

Eingesetzt wird das NoFollow-Attribut vor allem, um Foren und Blogs vor dem Missbrauch als kostenlose Linkgeber zu schützen – sprich, vor unsinnigen Beiträgen, die nur der Verlinkung dienen.

Dennoch sind No-Follow-Links im Text oder der Signatur eines konstruktiven Forenbeitrags nicht zu verachten: Sie ziehen potentiell Besucher auf deine Website und sind zudem Teil eines natürlichen Linkprofils!

(Alle Links, die nicht mit einem NoFollow-Attribut versehen sind, sind übrigens standardmäßig DoFollow-Links.)

Wie wichtig sind Ankertexte bzw. Linktitel?

Ankertexte (anchor text) und Linktitel bezeichnen dasselbe, nämlich den farblich + zumeist auch durch Unterstreich markierten Text, der vom Nutzer angeklickt wird, um auf die hinterlegte Webseite zu gelangen. Hier unterscheidet man verschiedene Arten von Ankertexten:

  • Brandverlinkungen (z.B. HEWO Internetmarketing)
  • Domainnamen (z.B. hewo-internetmarketing.de)
  • Keyword-Verlinkungen (z.B. SEO Agentur)
  • Keyword + Brand Kombinationen (z.B. SEO Agentur HEWO)
  • Sonstige Ankertexte (interessanter Artikel, weitere Informationen, Klicken Sie hier…)

Die hier aufgeführten ‘sonstigen Ankertexte’ sind wenig informativ und damit aus Nutzer- wie aus SEO-Sicht weniger vorteilhaft als die darüber aufgezählten Ankertext-Varianten. Im Idealfall zeigt dein Linkprofil auch hier eine ‘natürliche Mischung’!

Vorsicht jedoch vor allzu zahlreichen Keyword-Verlinkungen: Früher ging es im Linkaufbau darum, möglichst viele Links mit dem eigenen Keyword als Ankertext zu generieren. Diese Praxis wurde durch das Google Penguin-Update unterbunden. Verlinke daher nur gelegentlich mit deinem Money-Keyword als Ankertext – andernfalls könnte dein Ranking leiden!

Linkumgebung

Je organischer ein Link erscheint, desto besser! Ideal sind daher Links, die tatsächlich “von selbst” gesetzt werden – bspw. weil sie einfach großartige Inhalte bieten! Hier wird sich ganz von selbst eine natürliche Vielfalt einstellen: Links im redaktionellen Inhalt, in Linklisten, in Quellenangaben eines Artikels etc.

Wer einen Link kauft, müsste diesen natürlich – streng nach Google-Vorgabe – mit “nofollow” kennzeichnen und als “Sponsored” oder “Werbung” auszeichnen. Das würde den Link jedoch entwerten und daher gilt es, genau das zu vermeiden!

Möglich ist dies, wenn der Link in redaktionellen Content eingebettet wird, der neben dem ‘eigentlichen’ Link (also den angestrebten) noch weitere Links enthält – vielleicht nicht unbedingt auf den größten Wettbewerber, aber doch auch andere, relevante Quellen oder Ressourcen.

Wo auf der Seite sollte mein Link platziert sein?

Auch hier gilt wieder das Prinzip der ‘natürlichen Mischung’. Am hochwertigsten ist stets die Verlinkung aus dem Content-Bereich heraus.

Links im Footer dagegen werden eher gering gewertet, insb. wenn die Fußzeile einer Website mit übermäßig vielen Footer-Links vollgestopft ist. Wer allerdings seinen lokalen Sportverein unterstützt und in deren Footer als Sponsor benannt wird, profitiert garantiert!

Tipp: Der Footer bietet zudem eine gute Option, interne Links zu platzieren und so wichtige Unterseiten zu stärken!

Die Platzierungschancen externer Links hängen dabei auch von deiner Person bzw. deiner Website ab. Wenn du zusätzlich zu deinem Online-Shop einen interessanten Firmen-Blog betreiben, kannst du eine Reputation als Autor aufbauen und auf die Aufnahme in thematisch passende Blogrolls und Gastbeiträge hoffen.

Wie komme ich an einen Link?

Der grundsätzlich erste Schritt beim Linkbuilding setzt an ganz anderer Stelle an – nämlich beim Content! Wer keine attraktiven Inhalte bietet, wird es schwer haben, hochwertige Backlinks zu generieren. Inhaltlich guter, attraktiv aufbereiteter Content dagegen bietet einen Mehrwert und wird auch gern verlinkt – da gilt es vor allem, potentielle Linkgeber auf sich aufmerksam zu machen!

Recherche: Wer könnte auf mich verlinken?

Wettbewerbsrecherche: Zu schauen, von wem die Mitbewerber verlinkt werden, ist dank aktueller Tools recht einfach. Die anschließende Analyse ist dagegen zeitaufwändiger, aber sehr effektiv. Sie setzt zum einen den Mindeststandard für das eigene Linkprofil, den es zu übertreffen gilt. Zum anderen bietet sie Inspirationen für analoge Verlinkungsmöglichkeiten – wenn bspw. ein Mitbewerber von Stadt A verlinkt wurde, gilt es zu schauen, auf welcher Grundlage dies geschah und ob sich eine analoge Verlinkung der eigenen Seite mit Stadt B + C arrangieren ließe.

Ressourcen- / Link-Seiten: Informative, gut aufbereitete Ratgeber, Checklisten, Fakten-Sammlungen werden gern von Ressourcen-Listen (“Die 10 besten Beauty-Tutorials 2017” oder “Die wichtigsten Checklisten für Ihre Weltreise”) verlinkt. Schreibe den Webmaster einfach an und weise auf deine Inhalte hin!

Profil-Links: Wer sich in einem Forum oder auf einer Ratgeber-Seite registriert, kann oft im Profil einen Link setzen – bisweilen sogar DoFollow. Erfahrungsgemäß bringt dies jedoch nicht viel fürs Ranking.

Social Sharing: Nutze Facebook & Co. um deine Inhalte zu verbreiten. Dort gesetzte Links bringen wenig – schaffen aber Sichtbarkeit, was indirekt zu Verlinkungen durch andere Websites führt.

Kunden: Kontaktiere langjährige Geschäftskunden und bitte um eine Verlinkung – Networking ist Trumpf!

indirekte Backlinks von Wettbewerbern

Erwähnungen in Backlinks verwandeln: Suche nach Texten, die dein Unternehmens bzw. deine Marke – und bitte den Autor, nachträglich einen Link einzufügen. Dasselbe gilt für deine Bilder – wenn diese auf anderen Websites verwendet werden, sollte ein Link als “Dankeschön” gesetzt werden.

Detaillierte Informationen zu diesen und vielen weiteren Strategien findest du in der schon erwähnten Linkbuilding-Checkliste!

Link setzen

Eine beliebte Option sind auch Websites, bei denen man selbst Links platzieren kann:

Webkataloge und Verzeichnisse – sowohl allgemeiner Art, aber besser noch branchen-, produkt- oder themenspezifische (mehr dazu hier)

Foren – Links im eigenen Nutzerprofil wie auch in Foren-Beiträgen selbst gesetzt werden. Erfolgreiches Foren-Linkbuilding beruht auf langfristiger, konstruktiver Beteiligung an den Diskussionen. Baue dir eine Reputation auf und verlinke – wenn es passt! – gezielt auf hochwertige Inhalte deiner Website.

Blogs bzw. Blogkommentare – Links in der Signatur und in den Kommentaren selbst sowie Gastbeiträge mit dem Verweis auf eigene, weiterführende Ressourcen. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität! Gerade hochwertige Foren und Blogs wehren sich mittlerweile vehement gegen die Nutzung als ‘Linkfarm’.

Linktausch

Das Thema Linktausch wurde schon beim Thema Google-Qualitätsrichtlinien angesprochen. Linktausch, Tausch-Dreiecke und schließlich Tauschringe waren einst eine sehr populäre Strategie, sind heute jedoch – in größerem Umfang betrieben – recht riskant.

Wähle dir einige wenige, thematisch passende Linkpartner. Noch besser ist es, den Linktausch mit einem ‘Kundentausch’ zu verbinden, also bspw. mit einer Gutschein-Aktion für die Kunden des jeweils anderen.

Linkbait – guter Content zieht Backlinks an!

Die essentielle Bedeutung guter Inhalte fürs Linkbuilding lässt sich gar nicht oft genug betonen. Treibe es ruhig auf die Spitze und erkunde, welche Inhalte in deiner Branche / deinem Themenbereich besonders gern geteilt werden – und dann produziere gezielt solche Inhalte, um Backlinks zu ‘ködern’!

Einziger Nachteil: Spitzen-Content zu produzieren ist unglaublich aufwändig – denn sonst hätten es die anderen Webmaster ja schon selbst gemacht!

  • teilbare Inhalte
  • Visuelle Inhalte: Fotos, Diagramme und Infografiken werden gern verlinkt – vorausgesetzt, sie überzeugen durch Qualität und Einzigartigkeit!
  • Listen: Die 50 beliebtesten… Die 40 häufigsten Fehler bei … Die 30 luxuriösesten …  Die 20 größten Irrtümer …  Die 10 besten…-hier ist Kreativität und Schreibtalent gefragt!
  • Statistiken und Daten:Darauf greifen Journalisten und Blogger gleichermaßen gern zurück. Überlegen Sie, welche branchenrelevanten Informationen Sie bereitstellen können. Ein erfolgreiches Hewo-Projekt war es, für eine Online-Apotheke eine Nutzerumfrage zum Thema Allergien durchzuführen und die Auswertung über klassische PR-Arbeit zu streuen.
  • ausführliche Ratgeber: Ob Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausdrucken oder Video-Tutorial – geben Sie Ihr Fachwissen weiter und nutzen Sie es zum Linkbuilding!
  • Interviews: Nutzen Sie Ihre Expertise und bieten Sie sich als Interviewpartner an. Umgekehrt lohnt es auch, Experten für Ihren Firmenblog zu interviewen – oft bewerben diese den Beitrag mit Link von der eigenen Website & Social Media.
  • aktuelle Nachrichten aus der Branche oder der Region
  • Gastartikel: Etablieren Sie eine Reputation als Autor und offerieren Sie dann hochwertige, maßgeschneiderte Gastartikel für Blogs, Fachzeitschriften oder auch lokale Medien. Der Traffic-Zuwachs für Ihre Website ist meist gering, doch der Link zählt. Gerade zu Beginn ist viel Klinkenputzen, Überzeugungsarbeit & Feilen am perfekten Pitch erforderlich, später spricht Ihr Erfolg – hoffentlich! – für Sie und öffnet Türen bei zunehmend hochwertigen Linkgebern.
  • E-Mail Outreach – Öffentlichkeitsarbeit via E-Mail: Etablieren Sie einen Newsletter, in dem Sie interessante Themen ansprechen und auf Ihre neue Inhalte hinweisen – so schaffen Sie Aufmerksamkeit und gewinnen Backlinks.

Linkkauf

Linkkauf ist – das wurde bereits beim Thema Google-Qualitätsrichtlinien angesprochen – grundsätzlich verboten, gehört aber dennoch zur Praxis jedes SEO-Experten.

Wichtig ist es, dies möglichst geschickt zu tun – wenn man schon bezahlt, dann nicht für Seiten, die für bezahlten Content bekannt sind oder nur geringe Reichweite bzw. nur geringe Domain-Autorität haben.

Verständlicherweise sind Blogger, die einmal ein attraktives Angebot einer größeren Firma erhalten haben, kaum noch bereit, zu weniger günstigen Konditionen aktiv zu werden – auch wenn die angebotenen Inhalte gut sind. Eine Ausnahme wird höchstens für etablierte Experten gemacht – doch den Expertenstatus gilt es sich wie gesagt zu erarbeiten.

Was kostet ein Backlink?

Hier gilt die alte Unternehmerregel, dass große Gewinne in der Regel große Investitionen erfordern. Weniger attraktive Blog-Links sind schon ab xx Euro zu haben, bei hochwertigen Seiten dagegen kann dies auch mehrere tausend Euro kosten.

Wirklich gute Links (redaktionell eingebettete Links auf themenrelevanten Autoritäts-Seiten mit viel Traffic) sind teuer – zahlen sich aber auch im Ranking aus.

Linkaufbau vs. Linkkauf – Vor- und Nachteile

Linkaufbau ist eine nachhaltigere Strategie als das schnelle Zusammenkaufen guter Links. Dies funktioniert über guten Content, die Aktivierung von Kontakten etc.

Realistisch gesehen kommt aber kaum eine Linkaufbaustrategie ohne gelegentlichen Linkkauf aus. Dabei sollte jedoch die Qualität im Vordergrund stehen!

Backlink mieten

Eine Alternative zum klassischen Linkkauf ist das Mieten eines Backlinks für einen gewissen Zeitraum. Hier fallen für die Beibehaltung des Links auf der Website des Linkgebers monatliche oder vierteljährliche Gebühren an – ganz ähnlich also wie beim Mieten eines Billboards.

Auch auf diese Strategie setzen nach wie vor einige SEO Agenturen. Du solltest für das Geld lieber hochwertige Inhalte erstellen,  die dir auch in anderen Bereichen weiterhelfen.

„Broken Link Building“

Diese Strategie beruht darauf, die bereits erwähnten Ressourcen-Listen oder Link-Seiten anderer Websites auf kaputte Links (404-Fehler, 500er-Fehler) zu überprüfen und – so man welche findet – den Webmaster darauf hinzuweisen und eigene (ggf. eigens zu diesem Zweck erstellte) Inhalte als Ersatz anzubieten.

Hilfreiche Tools hierfür sind:

  • Xenu – überprüft eine Website auf das Vorhandensein toter Links
  • Archive.org – quasi die Zeitmaschine des Internets, wo man recherchieren kann, welche Inhalte bestimmte Webseiten vor x Monaten oder Jahren hatten.

Diese Strategie ist zwar sehr zeitaufwändig, funktioniert aber gerade bei kleineren und mittelgroßen Seiten erfahrungsgemäß sehr gut! Größere News-Seiten dagegen haben üblicherweise so viele Broken Links, dass die Pflege als zu aufwändig abgelehnt wird.

“um die Ecke verlinken” (Links zu verlinkenden Seiten sammeln)

Linkaufbau: branchenabhängig?

Linkaufbau für lokale Unternehmen

Lokale Unternehmen sollten gezielt lokale Linkpotentiale in den Blick fassen: Dazu gehört sowohl die Gemeinde-Homepage, wie auch die Mitgliederseiten örtlicher Verbände und Kammern und die Homepage des Gewerbegebiets oder Einkaufszentrums, in dem Sie Ihren Sitz haben.

Hilfreich ist auch die Beteiligung an lokalen Events: Engagiere dich bei lokalen Unternehmer-Stammtischen, Stadtfesten und Jubiläumsfeiern – liefere Programmbeiträge, organisiere Wettbewerbe und lasse dich auf den Programmseiten nennen.

Nutze auch die Möglichkeiten lokalen Sponsorings – oft sind Büchereien, Sportclubs und wohltätige Vereine gern bereit, das Dankeschön auf ihrer Homepage mit einem Backlink zu versehen.

Große Bedeutung für die Google-Maps-Optimierung haben Citations, also die Angaben von Unternehmensname, Adresse, Telefonnummer etc. Wichtig hierbei ist vor allem die Konsistenz:

Vermeide abweichende Schreibweisen (Hewo vs. HEWO, Hauptstrasse vs. Hauptstraße vs. Hauptstr., 030-… vs. 030/…).

Achte bei einer Änderung von Adress- und Kontaktdaten auf konsistente Updates aller Kanäle (Website, Social-Media-Profile, Verzeichnisprofile…).

Linkaufbau für Online Shops

Für reine Online-Shops ist es oft schwierig, attraktive Backlinks zu generieren. Gezielte Content-Produktion bietet hier eine zwar aufwändige, aber effektive Lösung: Denkbar sind zu den Produkten/Dienstleistungen passende Ratgeber, Tutorials, Checklisten, Best-of-Beiträge etc.

Schädliche Links & Negative SEO

Welche Links schaden?

Links aus ‘schlechter Nachbarschaft’ schaden der eigenen Website und sollten daher für ungültig erklärt werden (WebmasterTools -> Disavow).

Als ‘bad neighborhoods’ gelten Domains, die die Webmaster-Guidelines missachten, für thin content oder gestohlene Inhalte bekannt sind, durch Spam-Aktivitäten aufgefallen sind und/oder ihre Popularität durch den massiven Kauf von Backlinks zu heben versuchen.

Black-Hat-Linkpakete, die 100 oder mehr Backlinks für einen geringen Preis enthalten, sind meistens in solchen schlechten Nachbarschaften angesiedelt und sind daher nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich!

Was hat es mit komischen Links auf sich, die auf mich verweisen?

In letzter Zeit sind mehrere Kunden an uns herangetreten, da merkwürdige neue Links in Ihrem Linkprofil auftauchten – häufig von chinesischen Websites, zumeist ohne englischsprachige Sprachversion und somit ohne – unsererseits – nachvollziehbaren Grund für das Setzen dieses Links.

Hier empfehlen wir regelmäßige Backlink-Checks und ggf. ein Disavow gegenüber Google: Die WebmasterTools bieten eine einfache Möglichkeit, suspekte Links für ungültig zu erklären und möglichen Schaden für das eigene Ranking abzuwehren. Die Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Webmastern dürfte deutlich mühsamer und weniger erfolgversprechend sein.

Wenn wir Ihre Links regelmäßig durchsehen sollen, sprich uns gerne an.

Welche Tools brauche ich für gutes Linkbuilding?

Wer intern arbeitet, sollte Linkbird oder – unser Favorit – Buzzstream setzen. Dies erleichtert die Statusverwaltung der einzelnen Links – sowohl der neu gesetzten, wie auch der erfolglosen Versuche. Gerade wenn später neue Mitarbeiter oder eine neue SEO-Agentur einsteigen, ist der Vorteil beim Knowledge-Management enorm hilfreich.

Für die eigene Linkrecherche sind Backlink-Checker wie bspw. von ahrefs sehr hilfreich, spezielle Linkresearch-Tools dagegen sind für Webmaster meist zu teuer und eher eine Anschaffung für SEO-Agenturen.