icon_seoGoogle hat am 1. März 2013 erstmals seine Search Quality Evaluator Guidelines, nach denen die Google Rater arbeiten, offiziell veröffentlicht. Das Dokument umfasst 43 Seiten und kann hier heruntergeladen werden.

Das letzte Update dieser Google Richtlinien stammt vom November 2012, man kann also davon ausgehen, dass sich die internen Richtlinien auf dem letzten Stand befinden. Interessant dabei ist, dass die Richtlinien mit Version 1.0 gekennzeichnet sind. Offenbar handelt es sich um eine neu verfasste Version (nur für die Öffentlichkeit gedacht?)

Die Search Quality Evaluator Guidelines sind Bestandteil der neuen Google Seite “How Search Works“, die Einblick in die Arbeitsweise von Google gibt.

Mit der überraschenden Veröffentlichung dieses in der SEO Szene begehrten Dokuments, können Suchmaschinenoptimierer erstmals einen ungefilterten Blick auf die Vorgaben von Google an seine Quality Rater werfen. Die Richtlinien fanden in den vergangenen Jahren bereits mehrmals den Weg an die Öffentlichkeit, nun liegt der “Heilige Gral der Anti Spam Fighter” erstmals offiziell vor.

Was sind Quality Rater?

Quality Rater sind qualifizierte Personen, die den Google Algorithmus bei der Bewertung von Suchergebnissen unterstützen. Sie nehmen keine Reihung der Resultate vor, aber sie bewerten Webseiten, Fotos, Videos, etc, und beeinflussen damit indirekt die weitere Reihung des Contents.

Wie unterstützt Google seine Rater?

Die Richtlinien gliedern sind in insgesamt drei Kapitel:

  1. Rating Guidelines
  2. URL Rating Tasks with Query Locations
  3. Webspam Guidelines

In Kapitel 1 stellt Google den Zweck der Qualitätsevaluierung grundsätzlich vor und beschreibt den Zweck und die Aufgaben. Google verweist darauf, dass die Beurteilung aus der Sichtweise des Suchenden zu erfolgen habe und verweist auf die Sprache und den Standort der Suchanfrage. Beides ist aus Sicht von Google unumgänglich um die Suchanfrage richtig zu verstehen und die Ergebnisses richtig zu bewerten. Zahlreiche Beispiele erläutern die Bedeutung von Begriffen, um zu erkennen, welche Ergebnisse sich der User wünscht.

Die Kategorien

Die Ratingskala selbst umfasst sieben verschiedene Kategorien:

  1. wesentlich
  2. hilfreich
  3. relevant
  4. geringfügig relevant
  5. off-topic
  6. nutzlos
  7. nicht bewertbar

Was steht drinnen?

Zusätzlich zum Rating stehen noch sogenante Flags zur Verfügung. Mithilfe der Flags kann der Content bei Bedarf zu verschiedenen Gruppen, wie Spam, Pornografie oder Virenschleudern zugeordnet werden.

Kapitel 2 beschäftigt sich ausschließlich mit der Location der Suchanfragen und soll den Ratern helfen, lokale und überregionale Suchanfragen auseinander zu halten und zu erkennen, wann der lokale Faktor Bedeutung hat und wann nicht.

Kapitel 3 widmet sich ausführlich dem Thema Webspam. So erfährt man den Zweck von spamigen Webseiten, bekommt Hinweise für eine einfache Identifizierung und erhält klare Anweisungen wie damit umzugehen ist.

Fazit

Google gewährt mit der Veröffentlichung seiner Quality Rater Guidelines einen Blick hinter die Kulissen und gibt Suchmaschinenoptimierern und SEO Interessierten einen Eindruck davon, was eine gut gemachte Webseite braucht, um vor den gestrengen Augen der Rater bestehen zu können.

Dabei findet sich wenig Neues, vieles kennt man bereits aus den zahlreichen Videos von Googles obersten Spamfighter Matt Cutts. Es wird spannend zu sehen sein, ob es sich bei der Veröffentlichung um eine einmalige Aktion gehandelt hat, oder ob weitere Updates folgen werden.