Am Webspam Himmel ziehen wieder dunkle Wolken auf. Matt Cutts hat vor einigen Tagen auf seinem Twitter Account ein neues Penguin Update angekündigt. Dabei soll es sich nicht nur um ein simples Update handeln, sondern um einen neue Generation von Algorithmusänderung in Bezug auf die Webspambekämpfung. Nun hat Cutts in einem neuen Video erstmals erste Details von Penguin 2.0 präsentiert.

Der Penguin erblickte erstmals im April 2012 das Licht der SEO Welt und zielte direkt auf minderwertige Links, Keyword Stuffing und überoptimierte Ankertexte. Seine “Zielgruppe” sind jene Spammer, die mit aus der Sicht von Google unlauteren Methoden versuchen Webseiten in den Rankings nach oben zu hieven.

Bin ich davon betroffen?

Folgerichtig betreffen Penguin Updates deutlich weniger Webseiten als die seines “Bruders”, des Panda. Während die Panda Updates mehr als 10 % aller Webseiten weltweit beeinflussen, hat der Penguin nur rund drei Prozent der Homepages im Visier. Dafür ist der kleinere Bruder des Pandas deutlich konsequenter. Er straft Webseitenbetreiber gnadenlos ab, setzt das Ranking herunter und entfernt im schlimmsten Falle die betroffene Webseite gänzlich aus dem Google Index.

Was bringt Penguin 2.0 an Neuerungen?

Laut Matt Cutts soll Penguin 2.0 verstärkt Blackhat Webspam aufspüren. Als Beispiel führt Cutts bezahlte Advertorials an, die den Pagerank an den Werber weitergeben. Dies wiederspräche den Google Webmasterrichtlinien und würde geahndet. Es spricht zwar nichts gegen Werbung, doch diese dürfe keinen Pagerank vererben und sie müsse für den Leser klar als solche erkennbar sein.

Offenbar arbeitet Google an verschiedenen Projekten, die Linkspam leichter erkennen lassen sollen, um so langfristig die Qualität seiner Rankings zu steigern. So soll es in den nächsten Monaten ein neues System zum Auffinden gehackter Webseiten online gehen, Google will sich hier auch verstärkt direkt an betroffenen Webmaster wenden.

Idealerweise sollen Webseiten Betreiber zukünftig in den Webmaster Tools einen zentralen Informationspunkt finden, der ihnen alle verfügbaren Informationen über ihre gehackte Webseite und gleichzeitig Lösungmöglichkeiten bietet.

Fazit:

Matt Cutts zieht selbst folgendes Resumee: Wenn Sie auf Ihrer Webseite hochwertigen Content veröffentlichen, dann gibt es keinen Grund sich über das Penguin Update Gedanken zu machen. Wenn Sie aber ihre Zeit in Blackhat Webmaster Foren verbringen, um die neuesten Tipps für Blackhat SEO Methoden zu finden, dann könnte Penguin 2.0 von Google einige Überraschungen für Sie bereithalten.

Zusammenfassend will Google zukünftig mehr Informationen und gleichzeitig mehr Kommunikation mit den Webmastern bieten. Anfang Sommer 2013 soll Penguin 2.0 endgültig an den Start gehen.