matt-cutts-googleJeder will sie, kaum einer hat sie und doch werden (Gerichts-) Kriege um sie geführt. Die Rede ist von Patenten. Während sich die großen Technologiekonzerne wie Apple, Samsung und Google seit Jahren wahre Schlachten um die begehrten Innovationen liefern, hat Googles oberster Spamfighter, Matt Cutts nun höchstpersönlich zugeschlagen.

Bereits am 25. August 2009 haben Googles Matt Cutts und Fritz Schneider ein Patent eingereicht, das die automatische Erkennung von versteckten Links und Texten in Webseiten (hidden Links und invisible Text) zukünftig schützen soll. Nach über drei Jahren Wartezeit ist es nun soweit.

Die beiden Erfinder haben das gewünschte Patent von der amerikanischen Patentbehörde zugesprochen bekommen. Auch wenn die folgenden Blackhat Methoden nicht mehr wirklich aktuell sind, so gibt das Patent doch Aufschluss darüber, wie konsequent Google versucht, Lösungen zu finden, die einen Vorteil für unerwünschte Suchmaschinenoptimierung ausschließt.

Was lässt Matt Cutts schützen?

So lange es Suchmaschinen gibt, so lange versuchen Suchmaschinenoptimierer die Webcrawler auszutricksen. Noch vor einigen Jahren waren Beispiele wie die folgenden bei Spammern beliebt, um sich einen Vorteil im Ranking von Google zu verschaffen:

  • Weißer Text auf weißen Hintergrund
  • Schriftgröße 0
  • Texte, die sich hinter Bildern verstecken
  • Versteckte Links, die lediglich ein einzelnes Sonderzeichen verlinken
  • Die Verwendung von CSS um Texte unsichtbar zu machen oder außerhalb des sichtbaren Bereichs eine Webseite zu positionieren

Genau auf solche Praktiken haben Cutts und Schneider reagiert und eine Möglichkeit gesucht, diese unerwünschten SEO Techniken automatisch aufzudecken.

Fazit:

Die Google Antispam Truppe bestätigt mit dem erfolgreichen Patentantrag nochmals, was ohnehin seit Jahr und Tag von Matt Cutts gepredigt wurde. Die oben beschriebenen Blackhat Methoden widersprechen den Google Webmaster Richtlinien und werden vom Suchmaschinenriesen konsequent verfolgt und geahndet. Wer bisher daran gezweifelt hat, dass es Google ernst meint, der hat es nun schwarz auf weiß.

Übrigens, die Verwendung von hidden Text ist kein Problem, wenn Webdesigner ungewöhnliche Schriftarten verwenden wollen und so sicherstellen, dass diese auch richtig angezeigt wird. Google´s John Mueller hat dies im Google Webmaster Hilfe Forum bestätigt.