Was ist Offpage Optimierung?

Mit dem Begriff Offpage Optimierung werden alle Tätigkeiten bezeichnet, die nicht auf Ihrer eigenen Seite gemacht werden, um das Google Ranking Ihrer Seite zu beeinflussen. Es ist damit das Gegenteil von der sogenannten Onsite bzw. Onpage Optimierung.

Meist wird unter Offpage Optimierung der Aufbau von Links zur eigenen Seite verstanden. Aber auch Citations (Erwähnungen) und in Teilen Social Media zählen ebenfalls hierzu.

Was sind Links

Ein Link ist ein elektronischer Querverweis von einer Website zu einer anderen. Klickt man auf einen Link wird die hinterlegte Website aufgerufen. Links sind der Erfolgsgarant für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung und damit für ein gutes Ranking.

Worauf sollte man beim “Linkaufbau” achten

Google hat im Zuge seiner letzten Algorithmus Änderungen darauf hingewiesen, dass zukünftig überoptimierte Seiten im Ranking zurückzustufen. Ihr Ziel sollte daher sein, das Linkprofil Ihrer Seite so natürlich wie möglich erscheinen zu lassen.

Ein guter Mix

Dazu ist es wichtig Links von vielen verschiedenen Quellen (DoFollow und NoFollow) mit vielen unterschiedlichen Ankertexten zu erhalten und diese kontinuierlich auf- und auszubauen.

Natürliches Linkprofil: Überoptimiertes Linkprofil:
Natürliches Linkprofil Unnatürliches Linkprofil
Quelle: Jayson DeMers, AudienceBloom.com

Die linke Abbildung zeigte eine Reihe unterschiedlicher Links aus vielen verschiedenen Quellen mit vielen verschiedenen Variationen von Linktexten. Rechts sehen Sie eine Link Monokultur, der man auf den ersten Blick ansieht, dass sie so nicht natürlich entstanden sein kann.

Google geht gegen diese Überoptimierungen verstärkt vor. Erfahrungsgemäß sind kleinere Websites von Rückstufungen eher betroffen als große Anbieter und Konzerne, deren starke Marke und eine Vielzahl von Traffic-Strömen automatisch Relevanz bedeutet. Aber auch bei größeren Konzernen weiß man, dass diese Backlinks kaufen.

Links aufbauen

Für den Aufbau von Links gilt das Gleiche wie für Investitionen in Aktien. Diversifikation (Vielfalt) verteilt die Lasten auf mehrere Schultern und sorgt für Sicherheit.

Linkpartner zu finden und Links aufzubauen ist keine Zauberei, es ist harte Arbeit. Linkbuilding benötigt sehr viel Zeit und Durchhaltevermögen. Dieser Prozess ist niemals abgeschlossen, sondern muss regelmäßig hinterfragt, angepasst und erweitert werden.

Im Linkbuilding unterscheiden wir zwischen einer ganzen Reihe verschiedener Quellen, die sich für den Linkaufbau eignen. Der Unterschied besteht in der Gewichtung, denn nicht alle Backlinks haben den gleichen Wert für Ihre Seite. Im Folgenden zeigen wir Ihnen welche Quellen für Ihre Backlinks infrage kommen und worauf Sie achten müssen.

Die richtigen Linktexte

Bevor wir auf die Quellen eingehen, aus denen Sie Ihre Links erhalten können, ein paar Worte zu den Linktexten. Die Linktexte werden auch Ankertexte (Anchor Text) genannt. Sie dienen dem Benutzer dazu schnell einzuschätzen, was sich hinter dem Link verbirgt.

Beispiel:

Bei diesem „Linktext“ weiß der Benutzer erst nach näherem Hinsehen, worum es sich handelt: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sicherheitsluecke-im-internet-explorer-a-856516.html

Man könnte diese Link aber auch folgendermaßen setzen und es dem Benutzer somit sehr viel einfacher machen: Spiegel Artikel über Sicherheitslücken im Internet Explorer

Letzteres ist sehr viel benutzer- aber auch suchmaschinenfreundlicher. Denn beide sehen sofort, was sich hinter dem Link verbirgt.

Natürlich haben Suchmaschinenoptimierer schnell herausgefunden, dass Linktexte, die das zu optimierende Keyword enthalten, einen sehr positiven Effekt auf das Ranking einer Seite für das entsprechende Keyword haben. Deshalb achtet Google seit dem Pinguin Update im Mai 2012 verstärkt auf die Linktexte, die auf eine Website verweisen.

Die Linktexte sollten ungefährt wie folgt gewichtet werden:

  • 50 % Domain/Marken Keywords (z.B. Zalando.de)
  • 20 % Money Keywords (z.B. Schuhe kaufen)
  • 20 % Compound Keywords  = Kombination von Money und Brand Keywords (Schuhe kaufen bei Zalando)
  • 10 % Sonstige Ankertexte (z.B. hier klicken)

Diese Gewichtung kann jedoch je nach Keyword (Branche) etwas variieren. Schauen Sie sich hierzu bitte die Backlinks der Konkurrenz an.

Welche Linkquellen sind interessant?

Wie auch bei den Ankertexten sollten Sie auch bei den Linkquellen auf eine ausgewogene Mischung setzen. Einige Links können Sie dabei selbst setzen bzw. setzen lassen. Bei anderen müssen Sie entweder sehr guten Content bieten und/oder direkt auf andere Webmaster zugehen, damit diese Sie verlinken.

Hier einige Sachen die Sie selbst umsetzen können bzw. auch an externe Anbieter abgeben können.

Verzeichnisse:

  • Webkataloge
  • Bookmark Seiten
  • Artikelverzeichnisse
  • Bewertungsportale
  • Webbasierende Telefonbücher

Themenrelevante Quellen:

  • Frage-Antwort Portale
  • Artikel auf themenrelevanten Seiten
  • Webseiten von Herstellern
  • Webseiten von Kunden
  • Beiträge in Foren
  • Artikel-Kommentare
  • Gratis-Blogs (z.B. wordpress.com)

Kreative Quellen:

  • Sponsern Sie ein Event oder einen Verein
  • Schreiben Sie einen Wettbewerb aus
  • Bieten Sie günstige Angebote auf Gutscheinseiten an

Social Media Profile:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google +
  • Pinterest
  • Linkedin
  • Xing
  • Social News Seiten

Sonstiges:

  • Wikipedia
  • Dmoz
  • Portale für Presseaussendungen

Achten Sie auf diese vier wichtigen Faktoren

Stärken Sie Ihre Marke

Wie oben über die richtigen Linktexte beschrieben, ist es wichtig, dass Sie den Namen Ihres Unternehmens, die vollständige Webadresse oder Namen Ihrer Mitarbeiter verlinken.

Machen Sie Fehler

In einem natürlichen Linkprofil dürfen verlinkte Begriffe wie „hier“, „hier klicken“ oder „Link“ nicht fehlen. NoFollow Links sollten ebenso mit dabei sein, wie Ankertexte mit Rechtschreibfehlern oder ganze verlinkte Sätze.

All diese Links kommen „in der freien Natur“ vor und sollten daher auch Bestandteil Ihrer Linkbuilding-Strategie sein.

Bad Neighborhood

Bad Neighborhood bedeutet schlechte Nachbarschaft. Gemeint sind damit unseriöse Websites, die bereits von Google abgewertet wurden. Vermeiden Sie eine Verlinkung mit diesen Seiten. Gründe für die Abwertung von Google sind massive Verstöße gegen die Webmaster Richtlinien von Google.

Nutzen Sie Ihr Netzwerk

Viele Unternehmen sind längst dazu übergangen ihre Kunden und Lieferanten bei der Planung ihrer Strategie für eine optimale Suchmaschinenoptimierung mit einzubinden. Sprechen Sie Ihre Kontakte direkt an und ersuchen Sie sie einen Link zu Ihrer Website zu setzen.

Vorab sollten Sie sich Variationen von Linktexten und Linkzielen überlegen, so kann Ihr Kunde bzw. Ihr Lieferant ohne großen Aufwand jenen Link setzen, der Ihre Linkpopularität unterstützen wird.

Zukünftig könnten Sie sogar darüber nachdenken, dieses Service in Ihren Kauf- und Lieferverträgen schriftlich vorab festzulegen.

Links ködern

Linkbaiting ist ein Fachbegriff für Aktionen die Webseitenbetreiber dazu bringen freiwillig einen Link auf Ihre Seite zu setzten. Einzigartiger, hochwertiger Content ist dafür das klassische Beispiel. Wer für seine Leser oder Kunden einen Mehrwert generiert, erhält dafür im Gegenzug gewissermaßen automatisch Links.

Verweisen Sie einfach am Ende des Artikels auf die Möglichkeit diesen zu verlinken und bieten Sie dazu gleich den passenden HTML-Code an.

Ihrer Kreativität sind beim Links ködern keine Grenzen gesetzt. Je mehr Aufmerksamkeit Sie mit Ihrer Aktion im Web erregen, desto mehr wird darüber diskutiert und desto mehr Links werden Sie einsammeln.

Hier haben wir ein paar Beispiele für erfolgreiche Linkbaiting Strategie für Sie zusammengestellt:

News: Sie haben ein kontroverses Thema entdeckt und niemand hat bisher darüber geschrieben? Schreiben Sie einen Artikel und promoten Sie diesen z.B. bei Facebook, Twitter und Google Plus.

Gewinnspiele: Veranstalten Sie ein Gewinnspiel und bieten Sie den Teilnehmern attraktive Preise wie beispielsweise ein IPad oder ein IPhone.

Widgets: Wenn Sie über Programmier-Kenntnisse verfügen, dann ist die Erstellung eines Widgets eine gute Gelegenheit Backlinks zu generieren. Die kleinen kostenlosen Helfer sind sehr beliebt und werden von Usern gerne in die eigene Homepage (natürlich mit Link zu Ihrer Seite) eingebaut.

Wichtig ist hierbei, dass Sie die Ankertexte entweder automatisch ändern lassen oder Ihren Domain-Namen für die Verlinkungen benutzen. Ansonsten kann es zu einer Abstrafung kommen, da Sie zu häufig mit ihrem Keyword verlinkt worden sind.

Tools: Nützliche Werkzeuge werden von Webseiten Betreibern gerne übernommen, bewertet und verlinkt. Basteln Sie ein Plugin oder ein Analyse Tool und promoten sie dieses.

Anleitungen: Sie sind Spezialist für ein Thema Ihrer Branche? Teilen Sie doch Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen und schreiben Sie eine Anleitung dazu. Ihre Leser werden es Ihnen mit freundlichen Kommentaren und Links danken.

Interviews: Selbst geführte Interviews mit Promis oder Spezialisten bringen nicht nur Links vom Interviewten, sondern auch von interessierten Lesern.

Top 10 Listen: Top 10 Listen sind ein Klassiker, wenn es darum geht Traffic und Links zu generieren. Suchen Sie sich ein interessantes Thema in Ihrer Branche und schon geht’s los.

Statistiken – Studien – Präsentationen: Selbst verfasste Statistiken und Studien werden im Netz gerne zitiert und verlinkt.

E-Books: Schreiben Sie ein E-Book über ein Thema, das Ihnen am Herzen liegt und veröffentlichen Sie dieses kostenlos auf Ihrer Seite.

Videos: Veröffentlichen Sie einen Video Podcast oder eine Video Anleitung und laden Sie diese auf Videoportale wie YouTube hoch.

Pay with a Like or with a Tweet: Dieses relativ neue Zahlungsmodell generiert Links gewissermaßen voll automatisch. Verknüpfen Sie Ihr Angebot an E-Books, Videos oder Anleitungen mit dieser Zahlungsmethode und schon erhalten Sie Links von Ihren Lesern.

Fazit: Ein Linkbait wirkt wie eine eigene kleine PR-Kampagne und bringt Ihnen neue Leser, Reputation und frische Links.

Links tauschen

Eine einfach Methode zu relevanten und guten Links zu kommen, ist es diese einfach mit anderen Seiten zu tauschen. Suchen Sie über die Websuche von Google geeignete Partner, die in Ihrer Branche tätig sind gute Rankings in den Suchergebnissen aufweisen.

Nach kurzer Recherche auf deren Webseiten, sollten Sie einen passenden Ansprechpartner finden. Sprechen Sie diesen in einem Mail oder noch besser in einem Telefonat direkt an und unterbreiten Sie Ihr Anliegen. Vermeiden Sie unbedingt Massenmails, diese werden ohnehin laufend von Spammern versandt und sind bei Webmastern dementsprechend verhasst.

Linktausch ist eine preiswerte Alternative zum traditionellen Linkaufbau. Diese Strategie sollte in Ihrem Mix zwar nicht fehlen, aber keineswegs den Schwerpunkt bilden.

Links kaufen oder mieten

Die Miete und der Kauf von Links verstoßen gegen die Webmaster Richtlinien von Google. Beim Aufbau von Links sollte also tunlichst darauf verzichtet werden. Nichts desto trotz ist es in extrem umkämpften Branchen, wie beispielsweise der Glücksspielbranche, gelebte Praxis Links zu kaufen. Ein Vorstoß in die Top 10 von Google ist ohne gemietete oder gekaufte Links in solchen Branchen kaum möglich.

Auch hier gilt: Recherchieren Sie mögliche Verkäufer (das können sowohl private Webseiten Betreiber, als auch professionelle Agenturen sein) über die Google Suche und sprechen Sie diese direkt an. Vermeiden Sie beim ersten Kontakt den Begriff Linkkauf oder Linkmiete, sondern bieten Sie Ihrem potentiellen Verkäufer „Werbemöglichkeiten“ an, denn es besteht dabei die Gefahr, dass Ihr Ansinnen bei Google gemeldet wird. Die Anzahl der positiven Reaktionen hält sich sehr in Grenzen.

Haben Sie einen Partner gefunden, dann verfügen Sie nun über zwei Möglichkeiten an den begehrten Link zu kommen.

Linkmiete

Sie bezahlen einen vorher vereinbarten Betrag für einen vorher definierten Zeitraum pro Monat im Voraus. Die Preise beginnen je nach Branche und Wert der Seite bei wenigen Euro pro Monat.

Linkkauf

Sie bezahlen einen vorher vereinbarten einmaligen Betrag für einen oder mehrere Links. Die Links sollten bestenfalls dauerhaft bestehen bleiben.

Link Agenturen

Rund um den Kauf oder die Miete von Links hat sich ein eigener Geschäftszweig entwickelt. Diese Marktplätze für Linkbuilding bringen Käufer und Verkäufer diskret und für Google unsichtbar zusammen. Diese Plattformen sind benutzerfreundlich gestaltet und bieten eine Reihe unterschiedlicher Formen von Links an.

Linkaufbau Agenturen

Neben den gekauften und gemieteten Links sollten Sie darauf achten, dass Sie noch weitere Links aus den verschiedensten Quellen aufbauen. Vor allem da man sehr viele Quellen kennen muss und es einige Zeit und Disziplin in Anspruch nimmt, sollten Sie diese Arbeit nicht selbst erledigen und sich auf Ihr Kerngeschäft und Ihre eigene Webseite konzentrieren.

Es empfiehlt sich deshalb diese Arbeit an Freelancer oder eine Linkaufbau Agentur abzugeben. Der Vorteil der Agenturen ist vor allem, dass diese meist sehr viel zuverlässiger arbeiten und weniger persönliche Betreuung und Kontrolle benötigen als eine Reihe von Freelancern.

Doch auch bei Linkaufbau Agenturen gibt es eine Reihe von Sachen zu beachten, wie wir im nächsten Kapitel beschreiben.

Wie finden Sie die richtige Linkaufbau Agentur

Wenn Sie sich dazu entschieden haben den Aufbau von Links an eine Agentur zu vergeben ist es besonders wichtig auf die Auswahl eines erfahrenen Anbieters zu achten. Unseriöse Suchmaschinenoptimierer können mit Black Hat Methoden, wie im ersten Teil dieser Anleitung über Suchmaschinenoptimierung beschrieben, einen Penalty verursachen und damit Ihrer Webseite mehr schaden als nutzen.

Vor der Auftragserteilung sollten folgende Fragen stellen und Antworten von Ihrem Anbieter einfordern:

  • Über welche Kenntnisse verfüge ich selbst und was benötige ich von meiner Agentur?
  • Verfügt die Agentur über das notwendige Wissen?
  • Welche Erfolge kann die Agentur vorweisen?
  • Wie wird die Arbeit der Agentur von Ihren Kunden beurteilt?
  • Welchen Support bietet die Agentur?
  • Bietet die Agentur regelmäßiges Reporting über neu gesetzte Links?
  • Werden bestehende Links überprüft und gegebenenfalls korrigiert?
  • Welche Qualität haben die Links?

Wenn Sie auf diese Fragen zufriedenstellende Antworten erhalten, können Sie sicher sein, dass Sie einen kompetenten Anbieter gefunden haben. Die Auftragsvergabe an einen Suchmaschinenoptimierer unterscheidet sich nicht von der Vergabe anderer Dienstleistungen. Erfahrung, Wissen, Referenzen, Support und Kundenorientierung sind die Grundvoraussetzungen seriöser Anbieter.

Mehr über das Thema finden Sie in diesem Artikel darüber wie Sie die richtige Linkaufbau Agentur auswählen.

Nützliche Tools für die Praxis

Backlinks überprüfen: Backlink Checker – Hier finden Sie eine Übersicht über die besten Backlink Checker

Facebook: RSS Graffiti – Die kostenlose Facebook Anwendung postet RSS und Twitter Feeds automatisch auf Ihre Facebook Pinnwand

Twitter: Twitterfeed – Die kostenlose Anwendung postet Ihre Artikel automatisch auf Facebook und Twitter.

Social Media: HootSuite – Mit dem Social Media Dashboard können Sie in der kostenlosen Version bis zu fünf Networks managen.

Link Management Tool: Linkbird – Mit diesem Tool haben Sie haben Ihren Linkaufbau im Griff.

Kostenlose Blogs: 33 kostenlose deutsche Blogs

Bookmark Dienste: 100 deutsche Bookmark Dienste

Checkliste Off-Page Optimierung

Worauf müssen Sie unbedingt achten?

  1. Sammeln sie Links von themenrelevanten und anderen Seiten.
  2. Sprechen Sie potentielle Linkpartner persönlich an.
  3. Nutzen Sie Ihr Netzwerk.
  4. Sorgen Sie für einen guten Mix an Linktexten, Follow und NoFollow Links.
  5. Platzieren Sie nicht zu viele Links auf einmal.
  6. Verlinken Sie nicht nur die Startseite, sondern auch relevante Unterseiten.
  7. Werden Sie auf Facebook, Twitter und Google + aktiv.
  8. Nutzen Sie die zahlreichen kostenlosen Tools im Netz.

WICHTIG: Überwachen Sie den Linkaufbau. Konzentrieren Sie sich jedoch auf Ihre eigene Webseite bzw. Ihr Kerngeschäft, da Freelancer und Agenturen sehr viel kosteneffizienter arbeiten.

Weitere Anleitungen

  1. Einleitung: Was ist Suchmaschinenoptimierung?
  2. Teil 1: Keyword Recherche: Die Basis der Optimierung
  3. Teil 2: Onpage Optimierung: Bereiten Sie Ihre Seite vor
  4. Teil 4: Lokales SEO: So ranken Sie Ihre lokale Website

Offpage-Optimierung Teil 2: Der Social Media Effekt

Wandlung von Social Media

Social Media hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Social News und Social Bookmark Plattformen wie Mister Wong oder Yigg haben Ihre Bedeutung fast vollständig verloren und wurden von sozialen Netzwerken förmlich überrollt. Die Social Media Landschaft wird heute von Facebook dominiert.

Anzahl der Besucher in den Soziale Netzwerken in Deutschland

Quelle: comScore, Mai 2012 Quelle: comScore, Mai 2012

Die Unique Visitors zeigen deutlich das aktuelle Kräfteverhältnis in Deutschland. Facebook ist immer und überall, das Business Netzwerk Xing holt ebenso wie Twitter und Google + auf. Die VZ-Netzwerke, die den Markt vor einigen Jahren noch dominierten, haben zwar nach wie vor viele registrierte User, der Traffic geht aber deutlich nach unten.

Social Media Aktivitäten der Wirtschaft in Deutschland

Quelle: Aufgesang Inbound Online Marketing GbR, 2012 Quelle: Aufgesang Inbound Online Marketing GbR, 2012

Dem Kräfteverhältnis entsprechend konzentriert sich die deutsche Wirtschaft in Ihren Social Media Aktivitäten fast vollständig auf Facebook. Twitter und vor allem Google + haben noch eine verschwindend geringe Bedeutung.

Social Media Aktivitäten der Wirtschaft in Deutschland nach Branchen

Social Media nach Branchen

 

Soziale Netzwerke eignen sich gut um interessierte User und Unternehmen zu finden, die Interesse an den eigenen Produkten zeigen, oder zeigen könnten. Treten Sie mit Ihren Followern in Kontakt, bieten Sie spezielle Facebook oder Twitter Aktionen an und seien Sie kommunikativ.

Einfluss von Social Media auf Ihr Google Ranking

Google´s SEO Guru Matt Cuts behauptet, dass die Aktivitäten auf Facebook nur einen sehr geringen Ranking Faktor darstellen, entsprechende Experimente zeigten jedoch ein anderes Bild. So hat die Agentur Metapeople in einer Studie nachgewiesen, dass die Einbindung von Social Plugins und die aktive Kommunikation sehr wohl das Ranking auf Google positiv beeinflussen.

Die Studie empfiehlt die Berücksichtigung von fünf Punkten bei der Ausarbeitung Ihrer Strategie:

Be social: Social Media sollte von Anfang an Bestandteil Ihrer Marketing Aktivitäten sein.

Seien Sie authentisch: Kommunizieren Sie offen und transparent wofür Sie stehen.

Interaktion über alles: Gehen Sie auf Wünsche und Kritik Ihrer Kunden ein.

Investieren Sie in Ihre digitalen Beziehungen: Beziehungen wollen gepflegt werden, das gilt online ebenso wie offline.

Lernen Sie aus Erfahrung: Sie werden sehr schnell sehr viel Feedback erhalten. Nutzen Sie diese Informationen um Ihr Angebot noch kundenorientierter gestalten zu können.

Die Studie SEO Ranking Faktoren Deutschland 2012 von searchmetrics kommt zu ähnlichen Ergebnissen und zeigt auf, dass Facebook Shares und Tweets mit besseren Rankings korrelieren.

Problem bis heute ist jedoch, dass auch Social Signals (Shares, Tweets, etc) sehr einfach gefälscht oder im Internet für sehr wenig Geld eingekauft werden können. Und da Google keinen Zugriff (außer bei Google +) auf die Nutzerdaten hat, um zu überprüfen, ob es sich um gefälschte Profile handelt kann es diesen Faktoren nicht wirklich trauen.

ABER: Selbst wenn Social Media Signale das Ranking vielleicht nicht direkt beeinflussen so unterstützen Sie doch andere Rankingfaktoren, wie Traffic aus anderen Quellen, Markenbekanntheit und die eingehenden Links. Das hat beispielsweise Dan Zarella in einem Artikel auf seomoz.org dargestellt. Die folgende Grafik zeigt, dass Seiten die auf Facebook geshart, auch deutlich öfters verlinkt werden. Eine aktive Social Media Politik unterstützt somit automatisch das Linkbuilding.

Mit Kreativität und intensiver Kommunikation werden Sie schnell neue Fans gewinnen, die Ihre Links weiter publizieren. Bauen Sie Social Plugins auf Ihrer Webseite ein und geben Sie Ihren Kunden und Lesern die Möglichkeit Ihre Inhalte auf Facebook, Twitter und Google + zu teilen. Die Links sozialer Netzwerke sind zwar NoFollow Links, doch Google registriert Ihre Aktivitäten sehr wohl.

Selbstverständlich profitiert auch Ihr Traffic von Ihren Social Media Aktivitäten. Ihr Angebot wird bekannt, diskutiert und sichtbar. Nutzen Sie deshalb diese Chance günstig und schnell an neue potentielle Kunden heranzutreten.

Weitere Anleitungen zum Thema Suchmaschinenoptimierung

  1. Einleitung: Was ist Suchmaschinenoptimierung?
  2. Teil 1: Keyword Recherche: Die Basis der Optimierung
  3. Teil 2: Onpage Optimierung: Bereiten Sie Ihre Seite vor
  4. Teil 4: Lokale SEO: So ranken Sie Ihre lokale Website